Seth Riggs - Michael´s Gesangslehrer

Seth Riggs, der berühmte Vocal Coach, Entwickler weltweit bekannter Gesang- Methodik, erzählte im Juli 2009 in einem Interview mit AIF von seinem besten Schüler Michael Jackson.
 
Frage: Ein von Ihren berühmtesten Schüler war Michael Jackson. Was glauben Sie, woran besteht der Phänomen dieses Menschen? Er war ja nicht nur ein Superstar, sondern ein Symbol unserer Epoche.
Seth Riggs: Das ist ganz einfach. Können Sie mir eine Person nennen, die so tanzen kann wie er? Oder kennen Sie eine Person mit solcher Stimme, die über drei Oktaven reicht? Die anderen Leute singen auch, aber nicht so wie er. Und denken Sie mal an all die verrückten Dinge, die er auf der Bühne gemacht hat! Er ist ein sehr exzentrischer Mensch, aber auch sehr naiv und jugendlich. (Fast während des gesamten Interviews spricht Riggs immer wieder über Jackson in der Gegenwartsform.) Er vergöttert die Kinder. Einmal sah er ein Foto von meiner Enkelin und bat mich sofort: "Gib es mir." "Das ist doch meine Enkelin", sagte ich, aber er beharrte darauf: "Gib es mir." Also schenkte ich ihm das Foto und bat meine Tochter um andere Fotos. Michael wollte auch diese Fotos haben. Er sagte, das Mädchen wäre sehr schön, also konnte ich seine Bitte nicht abschlagen. So ist er. Hat alle Kinder, überhaupt alle Menschen gern. Alle Menschen aller Hautfarben.
 
Frage: Man sagt aber, Michael wäre sehr einsam...
SR: Ich denke, ja. Er war ein Superstar von so grossem Ausmass, dass die Leute Angst hatten, sich ihm zu nähern. Und wer keine Angst hatte, der wurde zu ihm nicht zugelassen. Um ihn herum war immer eine Menge Leute, die ihn von allem und allen abgrenzten. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ihn telefonisch erreichen. Das Telefon nimmt seine Sekretärin ab und fragt: "In welcher Angelegenheit rufen Sie an?" Was würden Sie sagen? – "Es geht Sie nichts an, ich will nur mit ihm plaudern!" Und was würde die Sekretärin antworten? – "Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht." So, und Michael würde die Nachricht nie erhalten.
 
Frage: Was war er für ein Schüler? War er fleissig?
SR: Er war sehr hartnäckig und unermüdlich. Wir arbeiteten an 6 Tagen pro Woche, das ist harte Arbeit.
 
Frage: In einem Interview sagten Sie, dass Michael getötet wurde. Wie konnte das geschehen?
SR: Niemand wollte Michael töten, alle mochten ihn. Also, ich glaube, es war ein tragischer Unfall. Er nahm verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente ein, aber einige von ihnen waren offenbar nicht kombinierbar. Ich denke, dass die letzte Spritze bewirkt hat, dass sein Herz aufgehört hat zu schlagen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich hörte von einer Person aus Michaels Umgebung, das der Notarzt, der zu Michael gerufen wurde, in diesem Augenblick als er erfuhr um wen es sich dabei handelt, sofort in Panik geriet und aus dem Auto sprang. Das Krankenhaus war doch nur eine Meile entfernt...
 
Frage: Rund um Michael Jackson gab es immer viele Gerüchte und Spekulationen. Viele von ihnen waren ziemlich unangenehm. Was denken Sie, nahm Michael diese Gerüchte sich zu Herzen oder lernen es Stars wie er, solchen Dingen keine Aufmerksamkeit zu schenken?
SR: Ich denke, es tat ihm sehr weh. Michael liebt Kinder, liebt Erwachsene, liebt jeden... Er ist selbst ein Kind. Ich erinnere mich noch wie sein Haus durchsucht wurde. Alle Schubladen und Schränke würden durchsucht. Ich war dort und habe nichts gesehen, das ihn kompromittieren würde. Meine Frau ist verstorben, aber ich habe meine sieben Kinder und ich liebe Kinder, vor allem Babys. Das habe ich von Michael gelernt. Er hat mir erzählt, dass Babys völlig rein und unschuldig sind, weil sie noch gerade bei Gott waren. Wenn Menschen erwachsen werden, werden sie härter, das Leben "schlägt" sie, die anderen Menschen "schlagen" sie, und sie müssen lernen, sich zu verteidigen. Deshalb können die Erwachsenen nicht so sein, wie sie wirklich sind, sie können sich nicht öffnen und ehrlich miteinander umgehen. Aber Michael war wie ein Kind. Deshalb wollte er die Zeit mit Kindern verbringen, mit ihnen fühlte er sich sicher. Den Erwachsenen hat er nicht vertraut.
In 21 Jahren habe ich nie gesehen, dass Michael einem Kind weh getan hätte. Er war ein fantastischer Vater für seine 3 Kinder, kümmerte sich vorzüglich um sie. Ich erinnere mich, wir waren in Italien den Regisseur Franco Zeffirelli besuchen. Plötzlich war Michael verschwunden. Man hat das ganze Haus abgesucht, wir dachten schon, Michael wäre entführt. Und dann öffnete Zeffirelli die grosse Tür zu dem Kinderzimmer, und dort sitzt Michael auf dem Boden und spielt mit Kindern.
Und wenn wir in London waren, gingen wir in ein Spielwarengeschäft, das eigens für ihn geöffnet wurde. Er ging durch die Reihen, zu der Abteilung für Puppen und kaufte 7 Stück. Weil die Mädchen sie mögen. "Oh, was für ein Jeep! Die Jungs werden begeistert sein", sagte Michael. Und kaufte 20 Stück. Da waren noch 5 oder 6 Personen, alle diese Einkäufe zu tragen hatten. Und dann hat er die ganze Nacht nicht geschlafen, hat die Gebrauchsanleitungen gelesen und die Batterien in die Autos reingetan. Dann brachte er diese Geschenke in ein Kinderspital. Das ist die Art, wie er war.

 

 

 

Seth Riggs über Michael Jackson


Michael ist, wie jeder weiß, ein phänomenaler Performer.
…und die ganze Tanzerei 20, 22 Stücke hindurch und vielleicht ein paar Balladen, also habe ich mit ihm in der Regel seine Stimme 3x täglich trainiert, bevor er auf die Bühne ging, wenn wir es dann am Nachmittag übten, sagte ich ihm, was er besser machen könnte und zeigte ihm seine Fehler, und dann übte er es so lange bis es Bingo machte und dann klappte es.
„Wann haben Sie begonnen, ihn zu coachen?“
Vor 32 Jahren vor 32 Jahren.
„Wie war Ihre erste Begegnung, erinnern Sie sich daran?“
Ja, das erste Treffen war so: Ich kam zum Haus, ging zur Haustür, aber ein Schreiner, der gerade am Arbeiten war, sagte zu mir:“Nein, wir bauen gerade eine neue Treppe, wir müssen übers Dach.“ „Was?“ „Wir müssen übers Dach!“ Und er nahm eine Leiter, ich krabbelte die Leiter hoch, lief über einen Teil des Daches und da gab es eine Tür. Ich klopfte an und eine Stimme rief:“Hallo“. Ich fragte:“Bist du das, Michael?“ „Ja, komm herein.“ Also ging ich rein und sah ihn wie er einen Schimpansen an den Hinterbeinen hochhielt, der einen Pyjama trug und dem er gerade eine Windel anzog. Das war das erste, was ich von Michael sah.
„Das ist sehr interessant.“
Und ab da traf Ich ihn immer in seinem Schlafzimmer, denn da fühlte er sich sehr wohl und da hatte er auch viele Spielsachen und solche Dinge um sich. Er hatte 2 Zimmer, dort hatte er lebensgroße Puppen und so was, ein Mädchen und ein Junge , sie saßen auf dem Schrank und sahen zu ihm runter. Pinocchio hing an der Treppe des Balkons und wenn man ihn berührte, bewegte er Arme und Beine. Wenn ich mit Michael dann am Piano saß, um zu proben, kam der Schimpanse, tippte ihm auf die Schulter und schubste Pinocchio an, der sich dann auf und ab bewegte, dann tippte der Schimpanse mich an der Schulter, Michael fand das immer alles sehr lustig und so wurden unsere Übungen von Tieren, die ständig rein und raus liefen, immer wieder unterbrochen.
Und er ist wirklich harmlos. Wann immer er hörte, dass es jemandem nicht gut ging, dass er in Not war, lief er hin, um sie zu retten. Als ein kleiner Junge von seinem Vater in Brand gesetzt wurde und furchtbar verletzt wurde und Michael das hörte, flog er sofort zu ihm hin und ging ins Krankenhaus. Das Kind war von Kopf bis Fuß zu bandagiert und hatte nur um den Mund ein kleines freies Loch. Es fragte:“Was soll ich nur tun? Was soll ich nur tun?“ und Michael sagte zu ihm:“Mach Dir keine Sorgen, ich werde für den Rest Deines Lebens auf Dich aufpassen!“ Und das hat er getan! Er war immer für ihn da.
„Was ist Ihre Lieblingserinnerung an Michael?“
Da gibt es so viele. Die meisten haben mit seinem Herzen zu tun. Er hatte ein großes Herz. Er ging überall hin, wo jemand in Not war. Er ging hin und gab Geld, um das zu kaufen, was sie brauchten, um ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.
Dieser Junge, Ryan White, der durch eine schlechte Bluttransfusion Aids bekam oder dieses kleine Baby, das ertrank, weil seine Mutter es von einer Brücke in den Fluss warf. Die Mutter wollte auch noch ihr zweites Kind und sich selbst töten, aber es gelang, die beiden zu retten, aber das Baby starb. Michael erfuhr davon und machte sich sofort auf den Weg nach Long Beach. Er war bereit für die Beerdigung, irgendwann fragte jemand den Vater des Babys, warum die Beerdigung nicht beginnt und der Vater antwortete, dass derjenige, der für die Beerdigung bezahlt, noch nicht anwesend sei. Dann fuhr eine Limousine vor und wer stieg aus? Michael.
Dann waren wir irgendwann einmal in Liverpool und Michael las in der Zeitung von einem Jungen, der mit Wölfen aufgewachsen war. Michael begann sofort zu weinen und meinte:“Wie furchtbar, wir müssen einen Spendenaufruf für den kleinen Kerl starten.“
Nun, es gab immer wieder Menschen, die Geld aus ihm herauspressen wollten. Er wurde von einem Jungen beschuldigt, ihn belästigt zu haben, die Verhandlung war vorbei, er wurde entlastet und später gab der Junge zu, gelogen zu haben, weil der Vater ihn dazu gezwungen hatte. Später beging der Vater Selbstmord.
Es gibt so viele Dinge über Michael, die die Menschen nicht verstehen. Er würde niemals einem Kind wehtun, niemals. Vielleicht würde er ihnen zu viel Popcorn geben oder zu viel Eis, auf der Ranch gab es überall diese Riesentöpfe Häagen Dazs –Eis, das gab es da schon zum Frühstück. All die Jahre nahm er so viele Kinder mit ihren Eltern auf Neverland auf. Und viele Eltern fragten mit Tränen in den Augen:“Wo habt ihr uns hingebracht?“ Und wir sagten:“Wir brachten euch zu eurer Kindheit, wir brachten euch nach Neverland! Das ist wo Peter Pan lebt!“

Quelle:MJackson.net