Interview von Chris Yandek (CY) mit Cory Rooney (CR) und Chris Apostle (CA) die mit Michael viele Jahre zusammen im Studio arbeiteten.

Während der musikalischen Zusamenarberit mit Michael hatte Rooney die Chance eine Seite von ihm zu entdecken , die sonst nur wenige zu sehen bekommen. Z.B. in einer eindrucksvollen Unterhaltung 2001 als Jackson sagte Touren hätte sich für ihn erledigt, und wenn er je wieder auf Tour gehen müsse, würde es ihn umbringen.
Unteranderem teilte Cory mit, daß es einfach war mit Michael zusammenzuarbeiten - gegensätzlich zu dem , wie er in den Medien dargestellt wurde. Rooney nannte ein Beispiel, als MJ sich für eine Verspätung mit einem Geschenkkorb mit über 100 DVDs entschuldigte und folgender Notiz: “Ich entschuldige mich dafür nicht deine Zeit respektiert zu haben”

CY: was hast du gelernt in der Zeit als sein Verbündeter? Wie er war? Es sieht so aus, als seien da immer Leute gewesen die ihn “auslaugen” wollten und ihm sagten tu dieses oder jenes. es sah so aus, als hätte er manchmal nicht die Kontrolle über ein leben.

CR: Ja, da triffst du es genau. Das war der Punkt. Das erste was ich über ihn lernte war, daß er immer unbedingt gefallen wollte. er wollte unbedingt allen gefallen, daß er sich manchmal zuviele Gedanken über viele Dinge machte. es ist so, wie wenn er ein Album fertig hätte und seiner Musik lauschen würde und sagte: Michael, das ist unglaublich..ja, aber ich denke es ist noch nicht fertg- weil er immer 1Million Leute im Ohr hat, die ihm verschiedene Dinge aus verschiedenen Richtungen sagten. er wurde so leicht in verschiedene Richtungen gelenkt und ich war erstaunt darüber, daß e so einfach war.


CA: Eine Sache die oft bei Michael und allem was er tat vergessen wird ist, daß er IMMER an Musik arbeitete. Du hörst alles mögliche, was so vor sich geht, aber es ist lustig, wenn du ein Interview...das Martin Baschir Ding - hörst und der sagt: “Ja, es ist schön, daß du wieder an Musik arbeitest” und es war äusserst rührend als Michael antwortete “Ich habe IMMER an Musik gearbeitet”

CY: Die Kommentare, die er bezgl. Mottola machte, einige Jahre zurrück. Die Kommentare, daß er nicht mit dem 2002 veröffentlichten Album zufrieden sei. es steckten 30 millionen Dollar darin, aber warst du überrascht als er diese sehr direkten Bemerkungen machte, daß er Mottola eine Bande von allem möglichen nannte?

CR: Es überraschte mich nicht, Wie ich schon sagte, es war nicht so, daß er viele Leute in dieser Firma auf seiner Seite hatte. Größtenteils denke ich, daß die Leute in dieser Firma ihm nicht die Liebe und den Respekt entgegenbrachten wie sie es hätten sollen. sicher, sie haben 30 mio. Dollar darein gesteckt aber zur selben Zeit waren die Angelegenheiten mit dieser Platte so gesetzt, daß Michael garnicht mehr gewinnen konnte...Verstehst du?

CY: In wieweit wird die Musikindustrie in ihrer Entwicklung davon betroffen sein?

CR: Ich glaube die Musikindustrie hat noch nicht genau genug hingesehen um die Bedeutung Michael Jacksons auf jeden, auf uns Künstler, Produzenten und Darsteller auf die gesamte Unterhaltungsbranche zu erkennen. Ich denke, sie haben noch nicht genau hingesehen, da sie noch zu sehr mit “ihrem eigenen Ar*** beschäftigt sind. Als Michael sein Verhandlung hatte, hat niemand.....niemand innegehalten um, ihn zu unterstützen.

CR: ..Er ist in 10 Punkten angeklagt, und niemand sagte “Entschuldigung Michael” niemand sagte” Michael, wir wissen du bist unschuldig” Niemand veranstaltete ein Tribute für ihn, keiner spielte seine Musik, niemand lief auf zu einem Konzert für ihn.

CY: Nach ‘93, hätte er es nicht besser wissen sollen mit der Bashir Dokumentation, wo er sagte, es sei OK mit einem Kind im Bett zu übernachten? Denkst du nicht, die meisten Leute sagen es in dem Sinn richtig, daß er sich selbst dahin gebracht hat?

CR: Lass mich die erklären, was Michael mir dazu gesagt hat. Michael und ich sprachen darüber und er sagte: Cory, als ich ein Kind war, wurde mir nicht allein die Kindheit vorenthalten/ verweigert sondern auch Liebe. wenn ich meinen Vater umarmen wollte umarmte er mich nicht zurrück. wenn ich im Flugzeug Angst hatte legte er nicht den Arm um mich und sagte, daß alles gut sei. wenn ich Angst hatte, auf die Bühne zu gehen sagte er” Bring deinen Ar*** auf diese Bühne.” Nicht nur er, auch jeder andere Erwachsene um ihn herum...
...er sagte zu mir: “Cory, ich werde niemals einem Kind Liebe vorenthalten und wenn es bedeuten würde dafür gekreuzigt zu werden oder ins Gefängnis zu gehen, dann ist es halt was sie tun müssen.
als er das erste mal vor Gericht sollte sagten seine Berater, daß es nicht gut sei und er das Kind ausbezahlen sollte und weitermachen sollte. Das zweite mal sagte er, “weißt du, das alles hat mich schuldig aussehen lassen, als hätte ich etwas zu verbergen. Diesesmal wird es keine Zahlungen geben. Ich werde vor Gericht kämpfen und du wirst sehen, daß ich unschuldig bin.
...
C. Rooney: ... es gibt Zeiten, wenn ich da im Studio sitze und sage, ich kann es nicht glauben, dass ich
mit dieser Person arbeite und es ist was es ist. Und sie alle haben die Dreistigkeit sich aufzuspielen.
Dann arbeitest du mit einem Kerl wie Michael Jackson.. Er kam zu spät, sollte um 12 Uhr im Studio
sein und er erschien um viertel nach eins. Er fühlte sich so elend für das Zuspätkommen, dass er sich
die ganze Sitzung lang entschuldigte. Am nächsten Tag schickte er einen großen gigantischen Korb,
weil wir uns über Filme unterhalten haben und darüber wie sehr ich Filme liebe. Also schickte er mir
diesen gigantischen Korb.

C. Yanek: Mit all diesen verschiedenen Filmen darin.

C: Rooney: Ach du meine Güte, er enthielt wahrscheinlich 100 DVDs. Da war Popcorn, Süßigkeiten, alle Arten von Büchern und Filmtrivialitäten, alles mögliche. Auf der Karte stand nochmals „Es tut mir sehr leid, deine Zeit nicht respektiert zu haben.“

C. Yanek: Es ist der Gedanke der zählt. Auf jeden Fall!

C. Rooney: Richtig! Ich sagte Mike, um wie viel Uhr möchtest du Morgen anfangen? Er sagte „ Cory du bist der Boss. Du sagst mir um welche Zeit. Wenn du mich um 7 Uhr morgens hier haben möchtest, werde ich um 7 Uhr morgens hier sein.“ Er sagte „Du bist der Boss. Was auch immer du (mir) sagst.“

C. Yanek: Was ich interessant an all diesen Äußerungen (über MJ) finde ist die Art, wie es die
Mainstream Medien darstellen, dass er wollte, dass die Dinge immer nach seinem Willen geschehen.

C. Rooney: Ganz und gar nicht. Ganz und gar nicht.
...

CR: Es ist erstaunlich. Der Kerl machte keine Lippensynchronisation (bezieht sich hier auf die
Victory-Tour). Seine Stimme klang so unglaublich. Es ist lächerlich. Er absolvierte all die Tänze. Er tat
all diese Dinge so. Er konditionierte sich einfach selbst, um im Stande zu sein das zu tun (...das zu
leisten).

Apostel: ... Nebenbei bemerkt, hat sich irgendwer mal die Mühe gemacht, über „Tänzerfüße“ zu
sprechen? Hat sich irgendwer mal Gedanken darüber gemacht wie dieses Kind tanzte?
Wer schwärmte für Michael Jackson? Fred Astaire. Ich meine... kommt schon.

CR: Es sind so viele Geschichten. Es sind so viele Dinge. Michael, er liebte es dazu sitzen und
Geschichten zu erzählen. Er liebte zu reden... reden... reden über Alles. Jedes mal wenn er in eine
Stadt oder so kam... ich erinnere mich, wollte er in eine Buchhandlung gehen. Sie schlossen die
Buchhandlung. Er war gegangen, um Bücher zu bekommen. Er hatte sie gelesen. Und dann
unterrichtete er mich über Afrika und wie wunderschön Afrika ist. Er sagte „Weißt du, die Menschen
möchten nicht das du weißt, wie schön Afrika ist, weil sie dort drüben sind, um all seinen Reichtümer
zu stehlen.“ Aber er sagte „Es ist der schönste Ort, den ich je in meinem Leben gesehen habe.“ Er
brachte mir ein Bild. Es ist einfach erstaunlich.

Erinnerst du dich Chris an David Blain der sich lebendig begraben hat?

Apostle: Ja. Sicher. Er pflegte auf unserem Stockwerk bei Sony rum zu hängen. Du erinnerst dich
vielleicht nicht mehr, aber er pflegte da oben rum zu hängen, zur der gleichen Zeit, als dein Freund
"50 Cent" herum rannte, um uns Kaffee zu besorgen.

CY: Das ist eine sehr beiläufige/ zufällige Geschichte, aber mach weiter.

CR: Also David Blaine begrub sich lebendig in der Stadt, drüben an dem Trump-Gebäude.

CY: Trump National Hochhaus

CR: Richtig. Sobald ich Michael erzählte, was da passiert war, sagte er „Du machst Witze?“ Ich
sagte „ Ich erzähle es dir.“ Er wusste überhaupt nicht wer David Blaine war. Ich begann, uns
Videomaterial zuschicken zu lassen und alles Mögliche, weil wir damals kein YouTube hatten. Ich fing
an uns Filmmaterial zu schicken zu lassen, um ihm zu erklären, wer David Blaine war. Er war so
fasziniert. In dieser Nacht stieg er in einen Lieferwagen und wir fuhren spät abends los, um David
Blaine zu sehen. Wir gingen dorthin.
Wir sprangen aus dem Lieferwagen, er in einer Art „Teilverkleidung“ und es ahnte wirklich keiner das
er es war. Er sprang heraus und er lief direkt da rüber und wir saßen da und er war fasziniert davon.
Es war lustig. Dann lachten wir, weil er manchmal sagte „Weißt du was? Die Hälfte der Zeit (meistens)
wird sowieso geglaubt es ist ein Double und nicht ich. Manchmal kann ich einfach herausspringen.“

CY: Du scheinst eine Menge persönlicher Gespräche mit ihm gehabt zu haben, aber hast du jemals
mit ihm über Plastische Chirurgie gesprochen?
CR: Ja.

CY: Und was erzählte er dir?

CR: Er sagte „Was ist der Unterschied zwischen mir und Sylvester Stallone oder jemand Anderem
in Hollywood?“ Er sagte „Und wenn schon?“ Er sagte „Meine Hautkrankheit... ich möchte nicht weiß
sein.“ „Das ist nicht, was ich versuche zu tun.“ Er sagte „Aber es konnte meiner Hautkrankheit nicht
helfen.“ Er sagte „ Ich versuchte eine Operation, um alles auszugleichen und tat Dinge wie diese. Es
fiel nicht so aus, wie ich es mir wünschte (das es ausfiel), aber das ist nicht der Grund warum ich mich in einen hell häutigen schwarzen Mann verwandelte. Was seine Nase anbelangt, sagte er „Ich hasste meine Nase, genauso wie Sylvester Stallone seine hasste.“

Apostle: Was er (auch schon) sagte, das sein Vater ihm das (so) erzählte.

CR: Ja. Er sagte „ Ich hasste mein Kinn. Ich hasste meine Nase.“ Er sagte „ Und wenn schon?“ Er
sagte „Warum bin es nur ich?“ Er sagte „Warum bin es nur ich ?“ Er sagte „ Ich kann dir 20 Leute in
Hollywood zeigen, die eine Nasenkorrektur gemacht haben, Lippen, Botox, alle möglichen Dinge.“

CY: Gibt es noch etwas, was du (mit-) teilen möchtest?

Apostle: ... Ich hoffe einfach, dass der „Erdrutsch“ (hier i.S. von Triumph oder Sieg) in den nächsten
Wochen herauskommen wird. Ich hoffe, das einige Leute beginnen, über all das Gute das er tat, zu
diskutieren, weil... wenn du das Gute gegen das Schlechte aufwiegst... Er ist die berühmteste Person
der Welt. Er ist in TV 24/7 gewesen 6 Tage lang.
Das ist einfach meine Hoffnung. Gott segne ihn und lasse ihn in Frieden ruhen und... wir werden ihn
alle eines Tagen in unserem späterem Leben wieder sehen und ich bin mir sicher er tanz und singt
sich die Seele aus dem Leib.
...

CR: ... Michael Jackson war für uns wie eine Christus ähnliche Figur. Zu wissen, dass dieser Mann
über die letzten 15 Jahre diskreditiert, gekreuzigt, verleumdet und beschimpft (schlecht gemacht)
worden ist. Jeder möchte lieber über etwas Negatives sprechen, z.B. dass er die Knochen des
Elefantenmenschen kaufen wollte.
Und wenn schon? Wissen Sie was? Ich würde sie auch kaufen.

Apostle: Ich auch.

Rooney: Ich denke das ist cool. Ich würde es auch tun. Aber weil er es war, hatten sie stets etwas
Negatives anstatt Positives. Mein Herz ist gänzlich gebrochen. Meine Inspiration, das Licht der
Inspiration, dass ich einmal als Kind hatte ist jetzt für mich völlig verdunkelt.... Ich weiß es nicht, weil
ich nicht einer dieser Jünger oder was auch immer war, die Christus folgten und die zusehen mussten
als er gekreuzigt wurde und am Kreuze hing. Aber ich bin mir sicher auch deren Herzen waren
genauso gebrochen... Und mein Herz ist gebrochen. Und weiter zu machen mit dem (Musik-)
Geschäft... alles was ich sagen kann ist, dass ich glücklich bin, dass es eine Zeit im Leben gibt, in
denen wir Dinge ziemlich selbstständig/ unabhängig tun können und wir uns nicht so viel mit den
Heuchlern auseinandersetzen müssen... aber wir sind umgeben von Heuchlern in diesem Geschäft. Es
ist (einfach) eine Tragödie. Ich fragte mich immer, wie es sein würde wenn ... Gott behüte!... Michael
etwas zustößt. Ich glaube nicht, dass ich es jemals wirklich fühlen wollte. Ich fragte mich nur immer
irgendwie „Du meine Güte, was würde geschehen?“
Nun, da sind wir. Und alles was bisher geschah, ist so ziemlich genau das, was ich dachte, dass es
geschehen würde.
...

Apostle: Als das geschah (Todesnachricht)... sendete ich Cory eine E-mail und... einmal hatte ich seine Frau am Telefon... und das war's. Ich hörte drei Tage nicht von Corey. E-mails, Telefonanrufe, keine Antwort. Ich wusste, dass er trauert und ich war bestürzt darüber.

Rooney: Weil ich drei Tage weinte.

Apostle: Er rief mich am Montagmorgen an und ich denke es ist eine sehr zutreffendes Zitat „Ok, es ist Montag. Wir müssen zurück an die Arbeit, weil Michael wieder zurück an die Arbeit gegangen wäre .“

Rooney: Und das ist die Wahrheit.

Apostle: Für mich sehr ergreifend.

Rooney: Michael wäre wieder zurück an die Arbeit gegangen. Er stand es durch. Wie ich sagte, er
steckte seine Beulen weg, er steckte seine Prellungen weg. Er war einer der härtesten (zähesten)
Männer, die ich jemals traf... und das ist die Wahrheit. Er war ein fester (i.S.v. unbeugsam,
unverwüstlich), zäher Bursche. Da gab es nichts zaghaftes/ scheues/ ängstliches/ zögerliches (?) an
Michael Jackson.

Yanek: Nun, es scheint so... dass die Medien... ihr Augenmerk nicht ganz darauf richteten, wie wichtig dieser Kerl als Ganzes (insgesamt) wirklich war.
Rooney: Nö.
Apostle: Nö. Nicht einmal annähernd.
Rooney: Sie kratzen noch nicht einmal an der Oberfläche.
Yanek: Vielleicht, weil sie nicht informiert oder nicht gebildet/geschult sind. Wie ihr wisst, in diesen 24 Stunden Nachrichtenzyklus... Es kümmert sie nicht mehr. Es geht darum wie ich (gemeint sind hier die Nachrichten allg.) veröffentliche, wie schnell ich es veröffentliche und wer zuhört.

Rooney: ...Ich denke, sie werden sich immer für die niedrigste Form (des Journalismus) entscheiden
anstatt zu sagen, lass uns nach Köpfen abzählen und sehen, wie vielen Kindern Michael Jackson das
Leben verändert hat oder irgendetwas (wohltätiges) getan hat.
Hier ist eine letzte Tatsache, die nie jemand ansprach. Beide Jungs, die Michael angeblich
bezichtigten, waren beides Kinder die verwickelt... oder dessen Eltern verwickelt waren in frühere
Gaunereien oder so etwas ähnliches.

Yandek: Ich erinnere mich an das Neuste, sie bringt ihre Kinder dazu zu stolpern, etwa in
„JCPenny“ (=Geschäft für Frauenbekleidung) und klagt wegen gefährlichen Verletzungen oder so
ähnlich.

Rooney: Ja, und damals versuchten sie etwas mit George Lopez zu machen. Sie versuchten
auszusagen, dass er ihr Geld aus dem „Comedy Store“ gestohlen hat, als sie im „Comedy Store“
waren. Also, dass er eine ihrer Brieftaschen plünderte und sie ihnen entwendete.

Yandek: Wenn wir darauf zurückblicken... Es wurde für zehn Sekunden erwähnt und es wurde nur ein Mal erwähnt.

Rooney: Weil es für die Öffentlichkeit nicht wichtig ist.