about himself

Die Message, die ein Künstler mit Hilfe seiner Songs verbreitet, ist sehr wichtig. Ich behaupte, dass der Song wichtiger ist als der Interpret... Es ist wichtig, ein gutes Beispiel zu geben, da viele Kinder nachahmen, was man tut. Manche Künstler haben mehr Einfluss als Präsidenten oder Politiker. Man muss da sehr vorsichtig sein. Als Marvin Gaye sein Album "What`s Going On?" herausgebracht hat, haben viele, vor allem Schwarze, eine Entdeckung gemacht. Marvin Gaye singt: "Wacht auf. Was ist los?". Leute, die keine Nachrichten sehen, keine Zeitungen lesen, verstehen nicht zwangsläufig, was in der heutigen Zeit vorgeht. Marvin Gayes Message hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Ein Künstler kann im Verlaufe seiner Karriere einen derartigen Einfluss auf die öffentlich Meinung erlangen, so dass er durch seine Handlungen und Gedanken die Welt ändern kann. Deshalb muss man positive Wellen aussenden. Und deshalb liebe ich auch, was ich mache."

"Für mich gibt es nichts Wichtigeres als Menschen glücklich zu machen. Wenn sie einen Auftritt von mir gesehen haben, möchte ich, dass sie sagen: Ich habe ein paar schöne Stunden verbracht; das war großartig. Für mich ist das alles, was zählt."

Michaels Vorbild ist Jesus. Wo überall möglich versucht er zudem Kindern zu helfen...

"Ich tue gern etwas für Kinder und ich versuche Jesus nachzueifern. Das heißt nicht, dass ich Jesus bin usw.. Ich versuche es Jesus insoweit gleich zu tun, als er gesagt hat: "seid wie Kinder, liebt Kinder, seid so rein wie Kinder, werde genauso unschuldig wie Kinder und betrachte die Welt mit all ihren Wunder... wie Kinder das tun." Das hat etwas Magisches an sich. Ich liebe das und wir haben vielleicht 100 Kinder mit kahlen Köpfen hier, alle haben Krebs. Und sie rennen hier umher, haben Spaß und auch bei mir laufen dann die Freudentränen darüber, dass ich das für die Kinder habe ermöglichen können. Das erfüllt mich mit innerer Befriedigung."

Michael Jackson liebt es auf der Bühne zu stehen. Hier wird aus dem sonst eher scheuen und zurückhaltenden Menschen jemand total Anderes. Es ist wie eine Flucht aus der Realität. Er sagte einmal, dass er noch nie Angst hatte auf die Bühne zu gehen:
"Nein, ich hatte, soweit ich mich erinnere, noch nie Angst davor. Ehrlich gesagt, fühle ich mich bei einem Konzert wohler als bei einem Studiointerview wie diesem!"

In Erinnerung an seine Kindheit mit seinen Brüdern als Jackson 5:
"Hmm... auf der Bühne, das war für mich Zuhause sein, ich habe mich immer am wohlsten gefühlt und ich fühle mich auch jetzt immer noch am wohlsten, wenn ich auf der Bühne bin."

Weiter meint Michael auch, dass ihn das Publikum während einem Konzert sehr inspiriere:
"Ja, beim Tanzen und singen. Mein Körper und mein Geist werden inspiriert. Ich glaube, dass Gott mich inspiriert, so als würde er eine Nachricht übermitteln wollen."
Über die Fan-Aktionen freut sich Michael immer wieder, auch wenn es oft gefährlich ist. Dann spricht er auch vom Gefühl vor so vielen Menschen auf einer Bühne zu stehen.
"Hmm... Ich betrachte das als eine Art Freundschaftsbeweis, mich berührt das sehr und ich bin sehr glücklich darüber. Ich spüre immer das Verlangen, die Liebe zurückzugeben, wenn ich auf der Bühne stehe. Ich bin einfach nur glücklich, wenn ich all diese Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen, Leute aller Altersklassen sehe. Mein Herz ist dann voller Freude. "

Natürlich lässt ihn ein Konzert alles andere als kalt... es sind Adrealinduschen...
"Viele Stars berauscht das. Sie kontrollieren sie nur schlecht. Ihr Adrenalinspiegel ist nach jedem Konzert auf dem Höhepunkt. Obwohl es zwei Uhr morgens ist, ist man in Topform, nach jedem Konzert schwebt man auf Wolken." Um das unter Kontrolle zu halten, versucht er sich so abzulenken: "Ich schaue mir Zeichentrickfilme an oder spiele Videogames. Manchmal lese ich auch. Ich lese gerne Novellen oder auch andere Sachen."

"Es ist auch ein wunderbares Leben, man reist durch die Welt, man sieht Dinge, man trifft Leute man ist an tollen Orten! Es ist toll aber da gibt es auch noch die andere Seite."

Berühmt sein kann nämlich auch zum Horror werden. Hat man einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht, gibt es kein Privatleben mehr. Wo überall Michael hingeht wird er von hunderten Schaulustigen belagert. Er kann keinen Schritt aus seiner Privatwohnung machen ohne Bewachung und ohne beobachtet zu werden.

"Der Erfolg ist wie ein Gefängnis. Man kommt da nicht mehr raus und kann kein normales Leben mehr führen. Man steht ständig unter Beobachtung."

"In ganz bestimmten Momenten, wenn ich zum Beispiel ein Konzert gebe, dann möchte ich, dass möglichst viele Leute etwas davon sehen. Aber in anderen Augenblicken möchte ich mein Privatleben genießen. Wenn man im Pyjama ist und zu Bett geht, macht man das Licht aus und legt sich hin. Das heißt Privatleben. Ich kann nicht in einem Park spazieren gehen, deshalb habe ich in Neverland meinen eigenen gegründet, mit einem See, einem Kino und einem Vergnügungspark. Das ist die einzige Möglichkeit für mich, das Leben zu genießen."

An was man oft auch nicht denkt: für eine Berühmtheit wie Michael Jackson ist es sehr schwierig wahre Freunde zu finden. Dies weil er nie wissen kann, ob sie ihn ehrlich mögen oder ihn nur wegen seiner Popularität und weil er "Michael Jackson" ist, mögen. Mit Elizabeth Taylor verbindet ihn eine enge Freundschaft. Sie haben beide das gleiche erlebt, waren beide bereits Kinderstars...

Michael spricht über Elizabeth und das Show-Business:
"Sie ist wie eine warme, weiche Decke, in die man sich gerne hinein kuschelt. Ich kann ihr alles anvertrauen, ihr alles sagen. In meiner Branche kann man eigentlich keinem vertrauen. Weil man seine echten Freunde nicht kennt. Wenn man sehr populär ist, hat man viele Menschen um sich. Trotzdem ist man isoliert."

Als Star seit frühester Kindheit ist folgende Antwort naheliegend.
Als ihn ein Fan (Online Audio Chat 2001) fragte, was er am liebsten einmal in seinem Leben ändern möchte, meinte er "Ich wäre gerne in der Lage, manchmal raus in die Öffentlichkeit zu gehen und normal zu sein, ohne dass die Leute merken, wer ich bin, und ein kleines bisschen das Gefühl zu bekommen, wie es ist, Du weißt schon, zur Norm zu gehören. Zu sehen, wie die Dinge getan werden; zu erfahren, worüber die Leute sprechen, wenn sie sich nur zufällig unterhalten. Denn sobald sie sehen, es ist Michael Jackson, verändert sich die Unterhaltung; ich werde zum einzigen Thema und nicht die Situation -- der Moment, der im Moment passiert. Das wäre ... Ich würde eine Menge davon lernen. Ich kann das nicht sehen bis ich mich verkleide und eine Menge Sachen anziehe. Und dann starren sie mich an, selbst dann ist es anders; es ist selbst dann nicht dasselbe. Also, es ist schwer, das abzustreifen. Sag ihm, dass das eine sehr großartige Frage ist, die er gestellt hat."

Berühmtheiten brauchen auch eine dicke Haut was die Presse angelangt. Gerade bei Michael Jackson werden täglich neue Sensations-Storys erfunden und oft gehen die Angriffe in den Medien weit unter die Gürtellinie. Michael glaubt nicht, dass die Leute ihn nur nach seiner Musik beurteilen: "Ich glaube nicht. Denn die Presse hat mich als Monster abgestempelt, zu einem Irren, der seltsam und verrückt ist. Ich bin nicht so."

"Ich wünschte, man würde mich in Ruhe lassen, so dass ich in Frieden leben könnte. Ich bin ganz einfach jemand, der versucht ehrlich zu sein und seine Sache gutzumachen. Ich versuche, andere glücklich zu machen und ihnen die Möglichkeit zu geben, einige Augenblicke der Realität zu entfliehen. Das ist, was ich fühle. Nichts anderes. Dass man mich teilen und geben lässt, die Leute zum Lächeln bringt und ihnen Freude macht. Die Presse behandelt mich ziemlich schlecht, besonders in England. Das ist schade, weil ich dieses Land mag und hier gerne eines Tages leben würde. Um ihnen ein Beispiel zu geben: als ich das letzte Mal gekommen bin, habe ich Mickey und Minnie aus Eurodisney mitgebracht, damit sie die kranken Kinder eines Londoner Krankenhauses besuchen. Ich habe ihnen auch Spielzeug mitgebracht, um ihre Laune aufzubessern. Am nächsten Tag stand in der Zeitung: "Wacko Jacko will nichts mit kranken Kindern zu tun haben." Das war wirklich grausam. Ich war verletzt. Ich habe versucht, Menschen zu helfen und sie haben sich über mich lustig gemacht. Das war grausam und gemein."

Über Michael machen so viele Gerüchte den Umlauf, dass er gar nicht mehr auf alle eingeht. 1995 hieß es z.B. überall, dass Michael in Neverland einen UFO-Landeplatz bauen möchte. Als er von der Jugendzeitschrift Popcorn darauf angesprochen wurde meinte er nur:

"Entschuldige, aber auf solch blöde Fragen kannst du keine wirkliche Antwort erwarten. Das ist wieder einmal ein besonderer Quatsch, den sich jemand hat einfallen lassen..."