Die Pfannkuchen- Kellnerin

 

Manchmal tricksten sie auch uns selbst aus. Die witzigste Sache, die uns jemals passierte, geschah, als wir eines Nachts losgingen, um Pfannkuchen zu essen. Es war nach 1.00 Uhr und unser gewöhnlicher Lieblingsplatz, Dupars, war geschlossen, also gingen wir zu einem anderen Pfannkuchenhaus, das wir auf der Ventura Boulevard kannten. Nur ein Pärchen saß dort; normalerweise sind es so 150 Leute.

Die Kellnerin, die uns bediente, war ca. in den Spätsechzigern oder Frühsiebzigern. Das war um 1979 herum, als Off The Wall erschien. Michael war weltweit der Nummer Eins-Künstler. Sie hat ihn nicht im Geringsten erkannt.

Wir nahmen am Tisch Platz, sie kam zu uns und fragte, was wir bestellen wollten. Ich legte einen saudischen Akzent auf und meinte "Yamaka fallesh".

Michael fing an zu lachen. Die Kellnerin schlug ihm mit ihrem Handrücken ins Gesicht. Sie sagte "Das ist nicht witzig. Dein Freund kommt aus einem fremden Land und du solltest Respekt gegenüber Menschen aus fremden Ländern haben."

Michael wurde nervös. Er war es nicht gewohnt, so in der Öffentlichkeit behandelt zu werden. Er rutschte weiter in die Bude, damit er nicht erneut geschlagen werden konnte.

Ich fragte "Was ist Pfannkuchen? Erklären Sie es mir, bitte."

Die Kellnerin machte ein bedrängtes Gesicht. Sie meinte "Es ist wie Kuchen, den man platt drückt."


Michael lachte wieder und sie hob erneut ihre Hand hoch, sodass er weiter wegrückte.

Dann sagte sie "Ok, ich werde euch mit nach hinten in die Küche nehmen." Sie und der Koch zeigten uns, wie man Pfannkuchen machte. Ich bestellte welche.

Als die Pfannkuchen zu unserem Tisch kamen, nahm ich die Sirupflasche und leerte die ganze Flasche über den Pfannkuchen. Sie schlug mir sofort ins Gesicht. Es schmerzte.

"Nicht lustig.", meinte sie. Michael lachte wieder.

Sie servierten mir einen neuen Stapel [Pfannkuchen] und ich aß sie. Als wir gingen, ließ Michael ihr $ 200 Trinkgeld zurück.

Wir befanden uns im Parkhaus, auf dem Weg zu Michaels Rolls Royce, als die Kellnerin hinter uns her rannte.

"Ich nehme das nicht an. Ihr Jungs arbeitet euch wahrscheinlich durchs College durch und braucht das Geld.", meinte sie und bemerkte nicht mal den Wagen, den er fuhr.

Michael bestand darauf, aber sie sagte "Nein, ich nehme es nicht." Wir konnten es nicht glauben.

Antiquitäten Händler

 

Wir stiegen ins Auto und sangen zusammen Songs. Er sagte mir [immer], ich sei der schlechteste Sänger, den er je gehört habe! Er brachte mich immer zum Lachen. Michael hatte einen großartigen Humor, den die meisten Leute nie mitbekamen. Wir liebten es, in Antiquitätsläden nach Möbeln, Gemälden und ebenfalls nach Erinnerungsstücken zu schauen. Unsere Lieblingssache war es, im Geschäft herumzulaufen und zu fragen "Haben Sie irgendwelche LeCockah- Gemälde?"

Der Antiquitätenhändler antwortete meist "Wir haben eben das Letzte für $ 100,000 verkauft." Ich sagte daraufhin immer zu Michael "Oh nein, er hat eben das letzte John LeCockah -Gemälde verkauft." Wir flehten ihn an, ein anderes zu besorgen und er antwortete "Es ist zu schwer, sie zu bekommen." Wir gingen schließlich hinaus und meinten "Wir werden nie wieder etwas bei diesem Händler kaufen, so einen Händler gibt es doch nicht!" Michael lachte dann immer sehr heftig. Er hatte eine Lache, die sich wie Gegacker anhörte: Hhk hhk hhk hhk.

Wir taten ziemlich normale Dinge. Wir gingen aus, um Pfannkuchen und französischen Toast zu essen und ich fuhr seinen Rolls-Royce. Als wir anhielten, um zu tanken, bat ich ihn, den Tank zu füllen. Er meinte "Ich bin hier der Star. Ich kann nicht glauben, dass du mich dazu bringst, den Tank zu füllen." 

Und ich erzählte ihm "Wenn wir zusammen sind, gibt es nur einen Star." Das war der Grund für unsere so gute Freundschaft. Ich behandelte ihn nie so, als wäre er jemand Besonderes.

(bei den siebten (jährlich stattfindenden) American Cinema Awards, bei denen Michael geehrt wurde, 1990)

Als Michael die Bühne betrat, um sich am Ende des Abends mit Celia zum letzten Mal zu verbeugen (Lipton Ferris- sie war die leitende Produzentin der Show), war diese sogar noch mehr aufgeregt. Einmal schmieg sie sich an Michael und rief "Er ist der Größte, er ist der Größte!" Schließlich tanzte der musikalische Leiter mit Celia und [so] konnte Michael sich befreien. Es war sehr lustig. Sogar Michael genoss es.