Patrick Treacy - Rede an der Gardener School vom 22.6.11

Vor 50 Jahren wurde ein junger Schwarzer in einer kleinen Stadt in Indiana geboren. Es war eine andere Zeit, eine Zeit , zu der die African-American-Civil-Rights Bewegung versuchte, sich von der Unterdrückung durch die weißen Amerikaner zu befreien. Es war auch die Zeit, als die nächste Generation der Nach-Kriegs Amerikaner aufwuchsen, die Söhne von Soldaten, die Gefangene von der Tyrannei von Lagern wie Auschwitz und Buchenwald befeit hatten, eine Zeit, wo ganz Europa voll tiefem und beständigem Dank gegen über dem Amerikanischen Volk war. Wie es Elie Wiesel 1999 sagte, ein Überlebender des Holocaust, in einer Rede vor einer Versammlung von Honoratioren des Weißen Hauses:
"Dankbarkeit ist, was die Menschen menschlich macht."

Und Dankbarkeit ist das, was wir heute diesem Schwarzen Jungen entgegen bringen sollten. Sein Name war Michael Jackson, jemand, mit dem ich das Privileg befreundet zu sein, hatte, jemand, der oft allein stand, um Unheil von den Kindern der Welt fern zuhalten, der sich für die Mittellosen, die Opfer von Krankheiten und Ungerechtigkeit einsetzte. Michael war sehr bestürzt über das Leid, was er bei Reisen in der Welt sah und noch mehr über die Gleichgültigkeit dem gegenüber. Seine ersten Worte an mich, als wir uns trafen waren:

"Ich danke dir sehr, dass du den Leuten in Afrika hilfst."

Da gab es keine Allüren, keinen Pomp, keine Umständlichkeiten, und sein einziges Anliegen galt den Leben anderer Menschen, die auf einem anderen Kontinent lebten als dem, wo wir geboren wurden. Ich war in Afrika und habe mit eigenen Augen die Zerstörung durch die Seuche HIV gesehen, und als wir darüber redeten, hatte er Tränen in den Augen und sagte, wir müssten zusammen etwas für die Menschen Afrikas tun. Er plante ein großes Konzert in Rwanda und wir wollten in seinem Flugzeug dorthin fliegen, um dann seinen Freund Nelson Mandela zu treffen. Leider sind diese Ereignisse nicht mehr eingetroffen, und die Welt verlor einen ihrer großen Menschenfreunde.

In seiner Rede sagte Elie Wiesel auch ein paar Worte zur Gleichgültigkeit. Er sagte: "Gleichgültigkeit gegenüber den Leidenden der Welt ist, was die Menschen unmenschlich macht." Für eine gleichgültige Person ist der oder die Nachbar(in) unwichtig. Ihre Leben sind bedeutungslos, weil Gleichgültigkeit einen anderen zu etwas Abstraktem reduziert. Gleichgültigkeit schafft immer einen Vorteil für den Aggressor - nie für sein Opfer, dessen Schmerzen noch vermehrt werden, wenn er oder sie sich vergessen fühlt.

Michael Jackson spürte diesen Schmerz, nicht nur den der hungrigen Kinder, sondern auch den von sich selbst, als das Volk Amerikas gegenüber den Ungerechtigkeiten, die ihm angetan wurden und ihn praktisch zu einem Gefangenen seines eigenen Landes machten, gleichgültig blieben., die ihn dazu brachten in den Mittleren Osten zu fliehen und die Einsamkeit Irlands, meiner Heimat, zu suchen. Was für eine Ironie, das jemand der sich so um andere kümmerte, auf sich ganz allein gestellt war. Es war ein Schmerz, der sehr tief war, und einmal redete er mit mir darüber.. aber meistens wollte er darüber nicht sprechen und ich eröffnete nie diese schmerzlichen Erinnerungen...so wie er zu sein, verlangte eine Verbannung jenseits jeder Norm.

Michael Jackson war niemals gleichgültig. Er brachte Licht, wo Dunkelheit war, Hoffnung, wo Verzweiflung war, er wandte sich nie von Grausamkeiten ab, wenn er Mitgefühl zeigen konnte. Wir haben gerade erst ein neues Jahrhundert begonnen, ein neues Jahrtausend. Die ersten 10 Jahre waren einige der brutalsten Zeiten denen der Planet je gegenüberstand. Das Jahrhundert begann mit den Terror Attacken auf das World Trade Center und das Pentagon. Diese Aktionen brachten dieses große Land in Konflikte mit dem Irak und Afganistan. Es gab Kriege in mehr als 20 Ländern, was einen dunklen Schatten auf die Menschlichkeit wirft: So viel Gewalt, soviel Schmerz...

Wenn es heute eines gibt, um das Andenken an Michael Jackson zu bewahren, ist das, nicht gleichgültig gegenüber dem Leid zu bleiben, was wir überall in der Welt sehen. Es gibt Zeiten, da fühle ich, als hätte Gott die Welt verlassen.. die furchtbaren Erdbeben auf Haiti, wo Körper von Gebäuden zermalmt wurden...die Bestatter in Sambia, wo die Sargmacher bis spät in die Nacht Nägel in die Särge hauen.. die Strassen von Nordirland, wo Kehlen durchschnitten werden, wenn man ein Wort auf einer Bierflasche mit dem falschen Akzent ausspricht. Ich lebte in Bagdad, ich war ein Gefangener von Saddam Hussein, ich trage die Verletzungen des Krieges von Nordirland und ich sage euch hier und heute, es gibt einen Gott, der all dieses Unrecht sieht und uns Michael Jackson schickte, um uns zu helfen es zu lösen.

Vor über 70 Jahren wurde ein Schiff mit einer menschlichen Ladung von 1000 Juden von dem Hafen von St. Luis abgewiesen, nach Nazi Deutschland. Das Schiff, was schon an der Küste der USA war, wurde zurückgeschickt, und die Leute ihrem Schicksal mit diesem Diktator überlassen. Das passierte in Amerika, einem Land mit der größten Demokratie, der großzügigsten aller modernen Nationen. Es passiert auch heute wieder, mit dem bombardieren und terrorisieren von Kindern an fremden Küsten. Lasst es nicht zu. Steht auf für die Dinge, für die Michael steht, Ungerechtigkeit abzuschaffen, Krankheiten zu bekämpfen und den Planeten, auf dem wir leben zu retten.

Was ist die Legacy von Michael Jackson? Wie werden sich die jetzt noch Ungeborenen an ihn erinnern?

Lasst uns Gott dafür danken, dass er uns solch einen Engel schickte, damit er eine Zeit lang unter uns lebte und lass uns nicht dem Unrecht, was wir um uns herum sehen, gleichgültig gegenüber stehen. Wenn Michael etwas von uns erwarten würde, was ihn glücklich machen würde, wenn er heute auf uns herunter schaut, dann wäre es, dass wir uns nicht von den Opfern von Unterdrückung und Gewalt abwenden und wenn wir jemals im Unklaren darüber sind, wie wir zu handeln haben...überlegt einfach: "Was würde Michael tun?"

 

 

Übersetzung: Maja5809   http://all4michael.com/

 

gefunden:www.mjjackson-forever.com/

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