rest in peace Liz - Erinnerung an Dame Liz Taylor

Wer sich mit Michael beschäftigt kommt um Liz nicht drumrum. Ich war heute sehr bestürzt und traurig das Liz von uns gegangen ist.

Sie war Michaels beste Freundin und hat ihn als genau das gesehen was er war ..... ein Mensch. Danke Dame Elizabeth Taylor und Ruhe in Frieden!

 

Ich tröste mich damit das Liz und Michael jetzt endlich wieder vereint sind.

 

 Michael´s Song für Liz

Willkommen
In Hollywood
Das ist, was sie dir gesagt haben
Ein Kinderstar in Hollywood
Das ist, was sie dir gesagt haben
Eine Grazie mit Schönheit, Charme und Talent
Du würdest tun, was sie dir sagen
Aber sie haben dir deine Kindheit geraubt
Deine Jugend genommen und sie zu Gold gemacht

Elizabeth, ich liebe dich
Du bist jeder Stern, er auf der Welt für mich scheint
Elizabeth, siehst du nicht, dass es wahr ist
Elizabeth, ich liebe dich
Du bist mehr als ein Stern für mich

Liebste Elizabeth
Du hast sie alle übertroffen
Meine Freundin, Elizabeth
hat gelernt, sie alle zu überleben
Viele sind zurückgeschreckt, als du das getan hast
Haben ihren Weg verloren und nun sind sie gegangen
Aber sieh dich an, eine wahre Überlebende
Voller Leben und immer am Weitermachen

Das ist dein Leben
Es schien, als hättest du alles
Du hast deinen Höhepunkt erreicht
Sie wollten, dass su fällst
Es ist sehr traurig, diese Welt konnte so schlimm sein
Aber durch all den Kummer
Als sie dich niederwarfen
Wusstest du, dass du die Siegerin bist
Und du hast dir die Krone verdient
Es ist wie durchs Feuer gehen
Entschlossen, zu siegen
Du hast die Gefechte des Lebens geschlagen
Wieder und wieder

Elizabeth, ich liebe dich
Du bist jeder Stern, er auf der Welt für mich scheint
Elizabeth, siehst du nicht, dass es wahr ist
Erinner dich an die Zeiten, als ich alleine war
Du standest an meiner Seite und sagtest:
"Lass uns stark sein"
Du hast all diese Dinge getan,
die nur ein wahrer Freund tun kann

Elizabeth, ich liebe dich
Die Welt kennt nun deine Werke
Ich bete, dass ich eines Tages so sein werde wie ... du.

ORT: NEVERLAND - LIZ TAYLOR SCHAUT ZURÜCK AUF MÄNNER GELD UND MICHAEL JACKSON

 

TALK, October 1999

WIR WERDEN MISSES TAYLOR JETZT ERLEBEN. Es spricht einiges für Elizabeth Taylors vielkritisierte Stimme, dass ich sie klar und deutlich durch den Laut des Hack-hack-hack des Hubschraubers hören konnte, während unseres Anflugs über Michael Jacksons Neverland Ranch bei Sonnenuntergang. Mädchenhaft, durchdringend, schrill die Titanium-Rotorflügel durchschneidend, packt sie ihren Hund, einen Malteser namens Sugar, und sagt: "Paul, sag dem Piloten Bescheid, in einem Kreis zu fliegen, so dass wir die ganze Ranch sehen können!"

By Paul Theroux, Photos By Michel Comte

 

NEVERLAND, die Wildnis DER SPIELZEUGSTADT der Karussellfahrten und Puppenhäuser, Zootiere und Vergnügungsgärten, zieht stückweise unter uns vorbei, als Elizabeth, bezeichnenderweise, nach mehr verlangt.

Sogar durch die durch Kopfhörer gedämpften Ohren hört der Pilot sie. Er hebt uns hoch genug in die rosarot-goldfarbene Glut, so dass Neverland noch spielzeugmäßiger erschien - eine Menge von funkelnden Lichtern, die sinnlos erscheinen, denn, außer der Sicherheitsmannschaft, waren keine menschlichen Wesen in Sicht, nur scheue Giraffen und frisbee-förmige Frösche und fette Pythons in ihrem Reptilhaus, in der beide, eine Kobra und eine Klapperschlange, ihre Giftzähne gegen die Glasscheibe des Käfigs schlugen, in dem Versuch, mich zu beißen; "A. J.", der große, borstige Schimpanse mit dem Maul eines Löffelbaggers im Affen-Allerheiligsten, der mir ins Gesicht spuckte, und Patrick, der Orang-Utan, der versuchte, meine Hand zu verdrehen; die spuckenden Lamas und die aggressiven Schwäne auf dem See; Gypsy der schlechtgelaunte Fünftonnen-Elefant, den Elizabeth Michael geschenkt hat; die leeren Rummelplatzfahrten - der Seedrachen, die Neverland Auto-Scooter, das Karussell, das Michaels Lied "Childhood" spielt ("Have you seen my childhood...?"); die große, hell beleuchtete Eisenbahnstation, die Rasen und Blumenbeete, wo Lautsprecher, verkleidet als große graue Felsen, Revue-Melodien spielten, die das Zwitschern der wilden Vögel übertönen. Mittendrin zeigte ein JumboTron einen Zeichentrickfilm (Cartoon), zwei Kreaturen mit verrückt verzerrtem Gesicht, die sich gegenseitig jämmerlich anquäken - all dies außerordentlich glänzend in der wolkenlosen Dämmerung.

"Da ist der Aussichtspunkt, wo Larry und ich den Bund fürs Leben schlossen," sagte Elizabeth, ironisch mit ihrem Kopf wackelnd. Sugar blinzelte durch den wirklich hübsch gekämmten weißen Pony, der irgendwie Elizabeth' eigenem reizenden weißen Haar glich. "Ist das nicht die Eisenbahnstation, Schatz? Michael und ich haben drüben gepicknickt," sagte sie, auf eine Baumgruppe auf einer Klippe deutend. "Können wir da noch drum herumfahren?"

Elizabeth ist am meisten sie selber, wenn sie mehr verlangt. Als wiederum der lange Streifen von Neverland Valley, die ganzen 2.700 Acres, sich langsum unter uns dreht, werden die Schatten länger.

 

"Das Neverland-Kino ... Blumen ... Michael liebt Blumen," sagte Elizabeth.

"Seht euch die Schwäne auf dem See an! Boah!"

Mit solchen Schwänen braucht man kaum Rottweiler, dachte ich bei mir. Die Rasenflächen, von unterirdischen Sprinkleranlagen bewässert, waren tiefgrün. Hier und da, wie Spielzeugsoldaten, sah man die uniformierten Sicherheitsleute, einige zu Fuß, andere auf fahrenden Golfkarren, einige auf Wachposten - denn Neverland ist ebenfalls eine Festung.

"Bitte können wir noch einmal rundherum fliegen?" flehte Elizabeth.

"Wozu ist die Eisenbahnstation da?" fragte ich.

"Für die kranken Kinder."

"Und alle diese Karussells?"

"Für die kranken Kinder."

"Seht mal all diese Zelte." Es war mein ersten Blick auf eine Ansammlung von hohen Tipis, versteckt in den Waldungen.

"Das Indianerdorf. Die kranken Kinder lieben diesen Ort."

Sogar von dieser Höhe wurde ich daran erinnert, dass dieses Tal der mühsam zurückeroberten Kindheit vollgestopft ist mit Statuen, die die Kieswege und die Golfpfade säumen: kleinen lieblichen Flötenspielern, Reihen von dankbar grinsenden Kinderchen, Gruppen von händchenhaltenden Knirpsen, einige mit Banjos, einige mit Angelruten. Es gibt dort ebenfalls riesige Bronzestatuen ähnlich der im Mittelpunkt vor dem Haupthaus von Neverland, mit seinen dunklen Schindeln und Mittelpfosten-Fenstern, stehenden Statue von Merkur (dem Gott des Handels und der Kaufleute)[sehr sinnig, lol - anm.] der sich 30 Fuß hoch erhebt, mit geflügeltem Helm und Merkurstab und allem Drum und Dran, auf einem Zeh seinen Hintern in den letzten Schein des süßlichen Sonnenuntergangs balancierend.

"Sag dem Piloten, dass wir weiter runter gehen wollen! Tiefer!"

Es war wieder eine andere Stimme, sogar noch jugendlicher, mit dem "weiter, bitte" in der Tonlage eines quietschenden kleinen Mädchens. Der Pilot hat es gehört. Er brachte uns hinüber ins nächste Tal, übersät mit Kühen, dann vorbei an der Innenstadt von Santa Barbara und über die Küstenlinie fast hinunter bis in die Höhe der sich brechenden Wellen.

Elizabeth begann zu aus sich herauszuschreien, mit einer schrillen kleinen Stimme: "Hui! Was für ein Tempo (wie im Sausewind) !Hui!" Die Brandung brach sich in fetten, weißen Polstern, Federn von Schaum freigebend, zwei Fuß unter den Kufen des Hubschraubers. Nicht weit entfernt von der berühmten Rincon-Bucht maulsperrende Surfern in einer Linie von Brettern winkten uns zu. Aufgeschreckte Pelikane flogen empor, als wir uns näherten, und sie schienen so kinomäßig und ungewöhnlich wie Neverland mit seinen Jumbo-Riesen-Cartoons, seinen Statuen und Schwänen und seiner damit wetteifernden Musik.

 

Unsere Nähe zum Ozean verstärkte das Rotorengeräusch, aber Elizabeth plauderte immer noch. Sie lehnte sich nach vorne und rief in mein Ohr: "Hast du jemals zuvor, so etwas gesehen?"

"In Vietnam!" gellte ich. "Nein, hier!" Sie schien verärgert, als ob ich ihr vorsätzlich widersprochen hätte. "Manchmal, wenn wir so niedrig gehen, werden wir nass! Huui!"

Der Helikopter schlängelte sich inlands über die Erdbeerfelder und Obstbäume, und dann flog er ostwärts unter einem dunklen Himmel in Richtung Van-Nuys-Flugplatz und zu einer wartenden Limousine. Aber Elizabeth sah rückwärts in den westlichen Himmel und sein ausklingendes Licht.

"Es ist wie ein Nachtstück von Whistler" sagte sie still. Die Mädchenstimme war verschwunden. Dies war eine andere Tonart: nachdenklich, erwachsen, ein wenig traurig, mit der charakteristischen Elizabethanischen Sechszehntelnote vom lebenslangen Wohlergehen. Und was mich verblüffte, war ihre zutreffende Beschreibung des Himmels; ausgesprochen Whistlerisch (Whistler, Maler - anm.), mit Klecksen von Licht und undeutlichen Schatten, die über dem Platz schweben, an dem Neverland liegt.

"Du bist also Wendy und Michael ist Peter?" hatte ich sie einen Monat zuvor in ihrem Haus in Bel-Air gefragt.

"Ja, ja. Es gibt eine Art von Zauber zwischen uns."

"Magisch" hatte einen merkwürdigen Ton in dieser Szenerie. Aufrecht sitzend, ihren großen, eindrucksvollen Kopf und weiches Gesicht auf einem kleinem, sehr viel zerbrechlicheren Körper, sah sie aus wie eine vergängliche Schachbrettfigur. Sie ist nur wenige Inches größer als fünf Fuß. Ein schlimmer Rücken, drei Hüftoperationen, ein Gehirntumor, ein gebrochener Knöchel, ("Ich fiel 17 Mal, ich war wie die Fliegende Nonne!") haben ihr einen unsicheren Seitwärtsgang beschert. Mitte August war sie im Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles mit einem entzündeten Zahn.

Eine Woche später, zurück zu Hause, stolperte sie und erlitt eine Kompressionsfraktur eines Brustwirbels und wurde für einen Monat ins Cedar Sinai zur Wiederherstellung zurücktransportiert. (Ihr PR-Mann berichtete von ihr, sie sei in "hervorragender Gemütsverfassung")

Elizabeth nippte an ihrem Wasser, während sie sich gegen Kissen lehnte, um ihren Rücken zu schonen. Ihre Füße in dünnen Slippern stützten sich auf den Kaffeetisch, auf welchem ein Haufen Meteoritenstücke lag - oder waren es Geoden? (Mineralien) - 40 oder mehr purpurne Kristalle, die von innen her glitzerten.

Hinter ihr an der Wand befanden sich dicht an dicht Meisterwerke: Van Gogh zusammengequetscht mit Monet, Rouault drängte sich gegen Cassatt, Matisse über dem Modigliani, drei Utrillos Seite an Seite - und vorbei an der Tiffany-Lampe und dem Kristalltisch und einem Kristall, der aussah wie ein Diamant in der Größe einer Kokosnuss. "Von Michael," erklärte Elizabeth später. "Er sagte, er wolle mir den größten Diamanten der Welt beschaffen. Es ist ein Kristall - ist das nicht spaßig? Geh mal und heb ihn an."

Er muss zwanzig Pfund gewogen haben und sein Gefunkel reichte bis zu dem Frans Hals, der über der Feuerstelle hing. Da waren Regale mit Skulpturen von Bronzepferden von ihrer Tochter Liza Todd geformt, eines ihrer vier Kinder. Der Picasso hing über dem Aquarium. Der Teppich war weiß, von demselben weiß wie Sugars Fell, Elizabeths Haar, ihren Slippern, den meisten Möbeln. Der Trophäenraum war die nächste Tür, das Michael-Jackson-Porträt (das hätte ich gerne mal gesehen - anm.) in der Halle ("To my True Love Elizabeth, I'll love you Forever, Michael"), ein Hockney und drei Warhols (einer eine Seidensiebdruck-Ikone von Elizabeth) in der Bibliothek, und vier Werke von Augustus John, ganz schön kleinlich, im Klo.

Es war später Nachmittag. Elizabeth, eine Nachteule und eine notorische Schlechtschläferin (genau wie Michael, deswegen die langen nächtlichen Telefonate - anm.), hatte sich noch nicht aus ihrem Bett erhoben, in dem sie dem Album Romanza des italienischen Sängers Andrea Bocelli gelauscht hatte. Das Aufstehen am Tage in der Mitte des Nachmittags wäre der Normalfall, eine Menge Musik, etwas Fernsehen; ein Rundgang durch das Haus. Eine Verabredung war für später geplant, aber nichts Besonderes. Rod Steiger wurde erwartet. In den vergangenen ein einhalb Jahren hat er Elizabeth in seinem kleinen Honda aufgelesen und sie mitgenommen für Burgers oder gebratenes Hähnchen.

"Ich hatte über zwei Jahre eine Agoraphobie (Platzangst - anm.)", sagte sie. Medizinische Ausdrücke ließen ihre Zunge straucheln.

"Habe das Haus nicht verlassen, kaum dass ich aus dem Bett kam. Rod Steiger hat mich hier rausgeholt. Er sagte, ich war niedergeschlagen. Dann haben wir uns verabredet."

"Verabredet" ist ein zum Verrücktwerden unklares Wort. Zusätzlich zu Steiger, der bestreitet, dass da irgendetwas Romantisches ist ..., trifft sie noch mit einem weiteren Mann Verabredungen, Cary Schwartz, ein Zahnarzt in den Mittfünfzigern aus Beverly Hills, der sie an ihrem Geburtstag ins Bellagio Hotel in Las Vegas begleitete (um Bocelli zu hören) zusammen mit ihren erwachsenen Söhnen; José Eber, ihrem Friseur, Dr. Arnie Klein, Michael Jacksons Hautarzt und Jackson selber.

 

Beide, Klein und Eber, hatten mir den Erinnerungsgeburtstagsschnappschuss gezeigt - allesamt strahlend an einem Restauranttisch, Michael sieht ausgesprochen kreideartig aus, als er Elizabeth ein Geburtstagsgeschenk präsentiert: eine fußballgroße Elefantenhandtasche übersät mit Juwelen, inspiriert von Gypsy.

"In meinem Leben sind einige Dinge passiert, die Leute würden es nicht für möglich halten," sagte Elizabeth, und erzählt mir apropos, dass sie es nicht ertragen könnte, auf ihr Leben zurückzuschauen und niemals eine ernsthafte Autobiografie in Erwägung ziehen würde. "Denn einiges davon ist so schmerzhaft gewesen, ich könnte es nicht noch einmal durchleben. Das ist einer der Gründe, warum ich die Psychologie gemieden habe. Ich könnte nicht an einige jener Orte zurückgehen und sie komplett noch Mal durchleben. Ich glaube, das würde über meinen Verstand gehen."

Aber Elizabeth ließ ihre Wünsche Wirklichkeit werden, hat ihre Begehrlichkeiten ausgelebt, eine Serie von sich überschneidenden Leben in tausendfacher Besetzung. Sie behauptete, dass sie sogar gestorben ist. "Ich ging durch diesen Tunnel," sagte sie, indem sie über ihre Luftröhrenschnittoperation im Jahre 1961 sprach, während der sich der Tod ankündigte. "Ich das weiße Licht und es sagte 'Du musst zurück gehen'. Das passierte tatsächlich. Ich sprach nicht darüber, denn ich dachte Dies ist Looney Tunes!" [wenn jemand nicht weiß, was er/sie it Loony Tunes anfangen soll: http://looneytunes.warnerbros.de/web/homepage/homepage.jsp]

Sie gab zu, dass sie das Gegenteil von nachdenklich ist. Vielleicht ist es dieser Widerwille zurückzublicken, der ihren Optimismus ausmacht. Sie räumte ein, dass sie als Mrs. Larry Fortensky, mit den Zähnen geknirscht hatte, um einen Eheberater aufzusuchen. "Aber ich dachte: "Warum nicht? Ich werde alles Mögliche versuchen."

Denn Larry hatte den Berater im Laufe einer oder beider seiner früheren Ehen bereits gesehen, sagte Elizabeth. "Sie hatten eine Unterhaltung, die in einer Art von Code gehalten wurde. Ich fühlte mich ausgeklammert. Aber wir machten es. Stiegen ins Auto. Machten es. Danach würden wir nicht mehr miteinander sprechen bis zum nächsten Termin."

Und sie lachte, mit einer eigentümlichen Art von sich selbst verspottender Heiterkeit, die sie liebenswert macht. Dieses fatalistische Lachen auf ihre eigenen Kosten kommt nach der Erwähnung von irgendetwas absurd Katastrophalem - ehelichem Unheil oder Krankenhausaufenthalt oder Unfall, oder vom Tode zurückkehren. Es wirkt befreiend - und ist untertitelt "Ich muss verrückt sein". Es ist ebenfalls ein Ablenkungsmanöver, denn die Aussicht auf jemandens Bedauern oder Mitgefühl, sagt sie, kann sie zu hilflosen Tränen rühren.

Was als Freundschaft mit Michael Jackson begann, hat sich zu einer Art von Angelegenheit entwickelt, in welcher sie fast seine einzige Verteidigerin geworden ist.

"Was ist mit seiner ..." ich kramte nach einem Wort - "Exzentrizität? Stört dich das?" "Er ist zauberhaft. Und ich denke alle wirklich magischen Leute müssen diese ungekünstelte Exzentrizität haben." Es gibt kein Atom in ihrem Bewusstsein, das ihr auch nur die winzigste Negativität in Bezug auf die Person von Jackson erlaubt. "Er ist einer der liebevollsten, freundlichsten, aufrichtigsten Menschen, die ich jemals liebte. Er ist Teil meines Herzens. Und wir würden alles füreinander tun."

Diese Wendy-bis-zum-Exzess, einst eine weltberühmte Prä-Adoleszente, sagte. sie fand mühelos einen Zugang zu Michael, der ebenfalls ein Kinderstar war und dem man ebenfalls eine Kindheit verweigerte.

Und Michael, der sich der Ikonographie hingibt, hatte jahrelang Bilder von Elizabeth Taylor wie auch von Diana Ross gesammelt - und in dieser Hinsicht, von Mickey Mouse und Peter Pan - die meisten von denen hatten über die Jahre weniger ein Leben als eine Metamorphose erfahren, hat an irgendeinem Punkt begonnen, sich körperlich anzugleichen. Elizabeth in den fast 60 Jahren ihres Starseins hat sich ähnlich verändert: Das liebreizende Kind hat sich verwandelt in Velvet Brown zu Pearl Slaghoople (und erst kürzlich in God's girlfriend Sarah in einer neuen NBC-Comic-Serie), über Cleopatra bis zu "Maggie die Katze". Jeder Film (es gibt 55, plus neun TV-Filme), jede Heirat (acht), jede Romanze (17 belegte) hat ein anderes Gesicht, Figur und neues Image hervorgebracht - während die Frau selber unverändert blieb: geradeheraus, komisch, aufrichtig, impulsiv in die Welt blickend, und irgendwie immer noch hungrig nach mehr.

Irgendwann aus heiterem Himmel bot ihr Michael 14 Karten zu einem seiner Konzerte im Dodgers Stadion in den frühen 80ern and, sie nahm sie an. Der Tag war günstig, ihr Geburtstag und ebenfalls der ihres Sohnes Christopher Wilding. Aber die Sitze waren in dem geschlossenen VIP-Glaskasten, weit weg von der Bühne. "Da könnte man es ebenso im Fernsehen ansehen," sagte sie. Sie veranstaltete ihre große Party zu Hause.

"Michael rief mich am nächsten Tag unter Tränen an und sagte, 'Es tut mir so leid. Ich fühle mich schrecklich.'" Sie unterhielten sich zwei Stunden. "Und danach sprachen wir jeden Tag miteinander." Monate vergingen; die Telefonate gingen weiter. "Wirklich," sagte sie, "wir lernten uns am Telefon kennen, drei Monate lang."

Eines Tage schlug Michael vor, ob er vorbeikommen solle. Elizabeth sagte, fein. Er sagte: "Kann ich meinen Schimpansen mitbringen?" Michael tauchte händchenhaltend mit dem Schimpansen Bubbles auf. "Wir sind uns seitdem treu geblieben," sagte Elizabeth. "Es war geplant, mit ihm auf einen Trip nach Südafrika zu gehen."
"Um Präsident Mandela zu treffen?" "Ich nenne ihn Nelson," sagte Elizabeth. Denn er hat es mir angeboten. Nelson rief mich an und bat mich, mit Michael zu kommen. Wir plauderten am Telefon. 'Hi Nelson!' Ha-ha!"

"Siehst du viel von Michael?" Mehr als die Leute mitkriegen - mehr als ICH mir bewusst bin," sagte sie. Sie gehen in Verkleidung in Westwood ins Kino und anderswo, sitzen hinten, halten Händchen. Bevor ich eine bestimmte Frage formulieren konnte, sagte sie: "Alles an Michael ist echt. Und es gibt etwas in ihm, das ist so lieb und kindlich - nicht kindisch, aber kindlich - das haben wir beide und können uns damit identifizieren." Sie sagte das in der anbetungsvollsten Wendy-mäßigen Weise, aber darin ist eine solche augenscheinlich liebenswerte Art etwas von der kindlichen fordernden - etwas trotzigen, fast despotischen. "Wir haben so viel Spaß miteinander," sagte Elizabeth. "Einfach nur, um zu spielen."

"YEAH, WIR VERSUCHEN ZU ENTFLIEHEN und zu fantasieren," verkündete Michael Jackson mir. "Wir machen tolle Picknicks ... Ich kann wirklich mit ihr entspannen, denn wir haben eine ähnliches Leben gehabt und die gleichen Dinge erfahren."

"Welche wären?"

"Die große Tragödie von Kinderstars. Und wir mögen dieselben Dinge. Zirkusse. Vergnügungsparks. Tiere."

Er rief mich ohne eine Einführung des Sekretärs an. Mein Telefon klingelte und ich hörte: "Hier ist Michael Jackson." Die Stimme war wie ein Hauch, ungebrochen, jungenhaft, vorsichtig, erwartungsvoll bebend und zuvorkommend, aber in sich zurückgenommen, wie ein blindes Kind, das dir genau die Richtungen in der Dunkelheit erklärt.

"Wie würdest du Elizabeth beschreiben?" fragte ich.

"Sie ist eine warme, kuschelige Decke, an die ich mich anschmiegen und darin einhüllen kann. Ich habe Zutrauen zu ihr und vertraue ihr. In meiner Branche kann man niemanden trauen."

"Wieso das?"

"Weil du nicht weißt, wer dein Freund ist. Weil du so berühmt bist und es gibt viele Leute um dich herum. Du bist auch isoliert. Erfolg zu haben heißt, dass du ein Gefangener wirst. Du kannst nicht nach draußen gehen und ganz normale Dinge tun. Die Leute sehen dich immerzu an."

"Hast du diese Erfahrung gemacht?"

"Oh, viele Male. Sie versuchen herauszubekommen, was du liest und all die Sachen, die du kaufst. Sie wollen alles wissen. Und immer sind die Paparazzi unten an der Treppe. Sie brechen in deine Privatsphäre ein. Sie verdrehen die Wirklichkeit. Sie sind mein Albtraum. Elizabeth ist jemand, der mich liebt - mich wirklich liebt."

"Ich deutete an, dass sie Wendy und du Peter bist."

"Aber Elizabeth ist auch wie eine Mutter - und mehr als das. Sie ist eine Freundin. Sie ist Mutter Teresa, Prinzessin Diana, die Königin von England und Wendy."

Er kam zurück auf Thema von Ruhm und Isolation. "Ein Menge unserer berühmten Leuchten sind davon berauscht - sie können damit nicht umgehen. Und dein Adrenalin ist nach einem Konzert auf dem Höhepunkt des Universums - man kann nicht schlafen. Es mag zwei Uhr am Morgen sein und du bist hellwach. Nachdem du von der Bühne kommst, schwebst du."

"Und wie gehst du damit um?"

"Ich gucke mir Comics an. Ich liebe Comics. Ich spiele Videospiele. Manchmal lese ich eine Kurzgeschichte und sonstwas."

"Irgendetwas Bestimmtes?"

"Somerset Maugham," sagte er schnell, und dann, mit Pause nach jedem Namen, "Whitman. Hemingway. Twain."

"Wie ist das mit diesen Videospielen?"

"Ich liebe X-Men. Pinball. Jurassic Park. Die Kampfsportarten - Mortal Kombat. Gewöhnlich nehme ich einige davon mit auf Tour."

"Wie organisierst du das? Die Videospielapparate sind ganz schön groß, nicht wahr?"

"Oh, wir reisen mit zwei Frachtgutflugzeugen."

"Hast du irgendeinen Song geschrieben mit Elizabeth im Hinterkopf?"

"'Childhood."'

"Ist das dieses mit der Zeile 'Have you seen my childhood?"'

"Ja. Es geht so ..." - er sang es mir vor - "Before you judge me, try to..."

"Habe ich das nicht auf deinem Karussell auf Neverland spielen gehört?"

Entzückt sagte er: "Ja! Ja!"

Wir redeten über die berühmte Hochzeit auf Neverland, über Larry Fortensky, von dem Michael sagte, er mag ihn. Über Elizabeth als Inspiration, und wie sie ihre Familie vom Alter von neun an unterstützt hat.

"Das habe ich auch getan. Mein Vater hat das Geld bekommen." Es gibt dort in Neverland eine "Katherine" Dampflok und eine "Katherine Street". Katherine ist Michaels Mutter, es schien als ob nichts dort den Namen seines Vaters trägt. "Etwas von dem Geld wurde für mich zur Seite gelegt, aber eine Menge Geld wurde für die gesamte Familie zurückgelegt. Ich habe so ziemlich die ganze Zeit gearbeitet."

"Wenn du es noch Mal tun könntest, was würdest anders machen?"

"Obwohl ich eine Menge vermisst habe, ich würde überhaupt nichts ändern."

"Ich kann deine kleinen Kinder im Hintergrund hören." Ihr Glucksen war so hartnäckig geworden wie der Rest des Badewassers, der sich durch das Abflussrohr saugt. "Wenn sie Unterhaltungskünstler werden wollten und das Leben führen, das du geführt hast, was würdest du dazu sagen?"

"Sie können tun und lassen, was immer sie auch tun wollen. Wenn sie das wollen, dann ist das in Ordnung."

"Wie wirst du sie, im Unterschied zu der Art und Weise wie du groß geworden bist, aufwachsen lassen?"

"Mit mehr Spaß. Mehr Liebe. Nicht so isoliert."

"Elizabeth sagt, sie empfindet es als schmerzhaft, auf ihr Leben zurückzublicken. Findest du es schwer, das zu tun?"

"Nein, nicht wenn sich um einen Überblick über dein Leben handelt als um irgendeinen bestimmten Moment."

Eine weitere Michael-Jackson-Überraschung; er hatte mir mit "berauscht" und auch mit "Zenit des Universums" zu denken gegeben. Ich sagte: "Ich bin mir nicht sicher, was du mit 'Übersicht' meinst."

"Wie auf die Kindheit. Ich kann darauf zurückblicken. Auf den Bogen meiner Kindheit."

"Aber es gibt Momente in der Kindheit, wenn man sich besonders verwundbar fühlt. Hast du auch so gefühlt? Elizabeth sagte, sie empfand, sie sei das Eigentum des Studios."

"Manchmal wirklich spät in der Nacht mussten wir noch raus - es mochte drei Uhr morgens gewesen sein - um eine Show zu machen. Mein Vater brachte uns dazu. Ich war sieben oder acht. Einige davon waren in Clubs oder privaten Partys in Haus der Leute. Wir mussten auftreten. Das war in Chicago, New York, Indiana, Philadelphia, im ganzen Land. Ich schlief schon und dann konnte ich meinen Vater hören. 'Aufstehen! Wir haben eine Show!'"

"Aber wenn du auf der Bühne warst, hast du da nicht eine Art von Erregung gespürt?"

"Ja, ich liebte es auf der Bühne zu sein. Ich liebte es, die Shows zu machen," sagte Michael, aber fügte hinzu, "Ich habe niemals den Kontakt mit Leuten gemocht. Sogar bis zum heutigen Tag, nach der Show, das hasse ich, Leute zu treffen. Das macht mich schüchtern. Ich weiß nicht, was ich sagen soll."

"Aber du hast das Oprah-Interview gemacht, richtig?"

"Mit Oprah das war hart. Denn es war im Fernsehen, das ist außerhalb meiner Gebietes. Ich weiß, jeder sieht zu und urteilt. Das ist so schwer."

"Ist das ein neues Gefühl, dass du dich wie bei einer Prüfung fühlst?"

"Nein," sagt er fest. "Ich habe immer so empfunden."

"Das ist der Grund, nehme ich an, warum es der perfekte Weg war mit Elizabeth über einen Zeitraum von zwei oder drei Monaten telefonisch zu sprechen, um miteinander bekannt zu werden."

"Ja."

(Ende des Gesprächs mit Michael persönlich - anm.)

Berücksichtigt man Elizabeths Vergangenheit, ihr Bestehen bei Oprah Winfrey darauf, dass "Michael der am wenigstens eigenartige Mann ist, den ich jemals kennen gelernt habe," ist es nicht eine solch hyperbolische (übertriebene) Erklärung wie es scheint.

[... Auslassung]

Neben dieser Ansammlung (von Verflossenen der Elizabeth Taylor - anm.) muss Michael - der nicht raucht, trinkt, oder Drogen nimmt - (ähem - anm.) ihr wirklich wie Peter Pan vorkommen. Er ist berühmt für sein Geflüster. Whee! ist ebenfalls eine seiner Markenzeichen-Ausdrucksweisen. Seine Großzügigkeit gegenüber dieser Frau, die es inniglich liebt, Geschenke zu erhalten, macht ihn zum ihrem Gönner und Spielgefährten.

Im weiteren Text geht es ausschließlich um Karriere und Privatleben von Elizabeth, da gibt es nur noch einen Absatz, in dem Michael vorkommt, ich habe ihn herausgenommen und beende damit die Übersetzung an dieser Stelle:

Michael Jackson ist frische Luft für sie. Vielleicht ist ihr letzter Film derjenige, den sie nun mit ihm aufführt, wahrhaftiger im Sinne ihres Lebens als Steigers Neuauflage von Wizard of Oz. Es liegen zwei Bücher auf dem Kaffeetisch der Bibliothek von Michaels Haus auf Neverland: Peter Pan und ein Bildband, Michaels eigene HIStory.

Das Haus ist angefüllt mit Peter-Pan-Ikonographie. Fast unbewusst spielen Elizabeth und Michael ihre Rollen in ihrem Part von J. M. Barries Buch, aber diese Version, über Wendy, die älter geworden ist, und dem einsiedlerischen Peter, der sich weigert, älter zu werden, ist anders, weitaus farbiger, vollkommener als irgendeine von Elizabeths Filmhochzeiten, die ich zuvor gerügt habe. Es gibt keinen Konflikt, nicht einmal einen Anschein davon, keinen Sex, keinen Machtkampf, keinen Liebesentzug. Wenn sie sich nach einem Elefanten sehnen, einem Konzert oder einem Spiel, oder einem Jet-Flugzeug, um sie fortzubringen, bekommen sie es unverzüglich. Für ihre Zwecke ist die Neverland Ranch perfekt: die mädchenhafte Mutter, der jungenhafte Beschützer-ähnliche Sohn, die leichte Brise von Sex existiert in dem Pulsieren der Luft - das Berühren, Halten, Necken, Umarmen - Leben als Spiel im Überfluss des Geldes, sogar Piraten! Bereits Peter und Wendy haben gezeigt, dass das Hand und Fuß hat: Diese Freundschaft hat länger gedauert als jede von Elizabeths tatsächlichen Ehen.

Gefunden: hier 

 

DANKE für deine Mühe, DAGGIE!!!

 

 

Bei erwünschter Verwendung und Verbreitung des Artikels anderswo bitte gebt Daggie und ihrer Seite den verdienten Kredit für diese ellenlange Übersetzung. Danke!

 


 

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